Hostel: Graefestr. 89, 10967 Berlin Email: info@hostel-lekkerurlaub.de

Lekkerurlaub oder: der Weg, Herbergsmutter zu werden

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EINS: Als ich mit 27 Jahren mit einer Freundin nach Kolumbien auswandern wollte, um in Santa Marta am karibischem Meer ein Backpacker Hostel zu eröffnen, hatte ich weder ausreichend spanischkenntnisse noch das nötige Geld dazu. Lust auf Abenteuer, das hatte ich.

Ein Jahr zuvor lernten, meine Freundin und ich, in Costa Rica einen Spanier kennen, der dort eine Strandbar betrieb. Er erzählte uns von Santa Marta, wo er hingehen wolle, um etwas Neues zu auszuprobieren. Whow, wie spannend das klang! Ein Hostel am Meer, was könnte es Schöneres geben.

Ein guter Freund, der als Apotheker viel Geld verdiente, bot uns an, etwas Geld zu leihen. Ich gab also meine Wohnung in Berlin an eine Freundin weiter, nahm mein Flugticket und alles Geld was ich hatte, und reiste nach Kolumbien.

Leider trafen wir unseren Bekannten, den Spanier, in einem sehr desolaten Zustand an. Er hatte wohl ein kleines Drogenproblem entwickelt. Und überhaupt sah _ vor Ort alles nicht mehr so unkompliziert aus! Mit wenig Sprachkenntnissen, kaum Geld in der Tasche und in einem, damals, sehr konfliktbehafteten Land. Meine Freundin verliebte sich und wollte nur noch durch die Gegend reisen. Nach einem Jahr in Südamerika kehrte ich schließlich nach Berlin zurück.

ZWEI: Ein anderer Freund besaß ein sanierungsbedürftiges Haus im Prenzlauer Berg. Was könne man daraus machen? Das war die Frage bei einem gemeinsamen Essen. Wir schwärmten, dass es ein Hostel werden solle. Eine ganze Nacht waren wir im Rausch, richteten die Herberge ein, planten Touren über die Dächer von Berlin samt Lagerfeuerromantik nachts in den Hinterhöfen. Es waren die 90ziger! Häuserleerstand und andere Freiräume waren in Berlin überall zu finden. Am Ende der Nacht kam die Gruppe der Enthusiasten zu dem Schluss, dass es wohl kaum ausreichend Reisende nach Berlin geben würde, welche noch dazu in einem Hostel absteigen würden. Es gab ja, unseres Wissens, schon eine Handvoll solcher Unterkünfte.

Zu meinem 30igsten Geburtstag bekam ich ein Fotobuch über Hotels in aller Welt. Eine Widmung sollte mich ermutigen an meinen Träumen festzuhalten.

DREI: In der Graefestrasse gab es seit 2 Jahren ein Hostel, irgendwie nahm ich es garnicht so richtig wahr, da mich zu dieser Zeit andere Dinge beschäftigten. Eines Tages ging ich zu den Betreiberinnen des Lekkerurlaubs, um ein abgegebenes Paket abzuholen. Ich hörte wie sie sich darüber unterhielten den Laden aufzugeben.

Da wurde mir klar, dass ich jetzt endlich meinen Traum wahr werden lassen könne!! Unsere Verhandlungen zogen sich über ein Jahr hin. Und tatsächlich wurde ich Inhaberin des Lekkerurlaubs!! Der Name ist von den Vorgängerinnen geblieben, ansonsten hat sich vieles verändert. Aber das ist noch eine andere Geschichte. Liebe Gäste, noch immer bin ich mit Herzen dabei & freue mich euch bald wieder beherbergen zu dürfen!!! Bis dahin, Kathrin Lekkerurlaub

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